Das Gartenhaus – wichtig, nützlich und gemütlich

Für jeden Garten ist ein Gartenhaus eine sinnvolle und nützliche Einrichtung, die zusätzlich auch noch als gestalterisches Element wirkt; so füllt ein kleines Holzhaus eine Gartenecke als Ergänzung zum Sichtschutz aus und bildet einen dekorativen Gegenpol zum großen Wohnhaus. Gartenhäuser haben eine sehr lange Tradition; am bekanntesten sind die Pavillons in den englischen Landschaftsgärten, die teilweise auch zum Wohnen genutzt wurden. In den modernen Hausgärten wurde zunächst der einfache Geräteschuppen als Gartenhaus bezeichnet; mittlerweile ist die Produktpalette im Hinblick auf Form, Material und Ausstattung jedoch deutlich vielfältiger geworden, so dass jeder Gartenbesitzer das geeignete Hausmodell finden kann.

Die Auswahl an Gartenhaustypen ist bei den verschiedenen Herstellern sehr groß. Bei dem einfachen Gartenhaus, das nur als Geräteschuppen dienen soll, steht sicherlich die Funktionalität im Vordergrund; als Stauraum für Gartengeräte reicht hier oftmals ein kleineres Modell ohne Fenster. Wesentlich mehr Nutzungsmöglichkeiten bietet ein größeres Gartenhaus mit angebautem Abstellraum, wodurch eine deutliche Trennung von Lager- und Aufenthaltsraum gegeben ist. Immer beliebter werden auch die Ausführungen als Freizeithäuser. Sie weisen neben wesentlich mehr Platz und Komfort meist auch eine überdachte Veranda als Sitzgelegenheit auf; dieser Gartenhaustyp ist sehr oft in Schrebergärten oder Kleingartenkolonien anzutreffen. Moderne Gartenhäuser mit fünfeckigem Grundriss lassen sich harmonisch in eine Gartenecke integrieren, sie benötigen so weniger Gartenfläche und sind deshalb besonders für kleinere Hausgärten gut geeignet. Als Sonderform wird das Gartenhaus zusätzlich als Kinderspielhaus, Saunahaus, Pavillon oder Holzgarage angeboten.

Bei den Dächern für Gartenhäuser gibt es ebenfalls viele unterschiedliche Ausführungen. Die klassische und sehr beliebte Dachform ist das Satteldach, das sich seit langer Zeit bewährt hat und einen preiswerte Dachaufbau darstellt; eine Variante davon ist das Mansarddach mit zwei unterschiedlichen Dachschrägen. Ein Gartenhaus mit modernem Pultdach bietet viele Vorteile; die einseitig geneigte Dachfläche lässt sich mit einer Solaranlage ausnutzen und ist im Winter leichter von der Schneelast zu befreien, außerdem kann das Gartenhaus näher zu bestehenden Gebäuden aufgebaut werden. Weitere verwendete Dachformen sind das Doppelpultdach, Tonnen- bzw. Halbtonnendach, Walmdach und das eher seltene Flachdach. Als Material für kleine Gartenhäuser (Gerätehäuser) wird meist Kunststoff oder Metall (Aluminium, feuerverzinktes Blech) verwendet, die größeren Ausführungen aus Holz werden in Blockbohlenbauweise mit verschiedenen Wandstärken gefertigt.

Der Standplatz für das Gartenhaus sollte sehr sorgfältig ausgewählt werden, denn diese Entscheidung lässt sich nach dem Aufbau nur mit viel Aufwand rückgängig machen. Wichtig ist auch eine Nachfrage bei dem zuständigen Bauamt bezüglich einer Baugenehmigung, denn dies ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt und wird von den einzelnen Kommunen unterschiedlich gehandhabt; entscheidend ist dabei entweder die Grundfläche oder der umbaute Raum (z.B. Bayern 75 m³, Schleswig-Holstein 30 m³). Ein Gartenhaus benötigt einen ebenen und festen Untergrund; am besten geeignet ist eine vollflächige Betonplatte mit Bewehrung, die anfallende Lasten vor allem bei größeren Gartenhäusern gut auffängt und ableitet. Eine andere Möglichkeit stellt ein Plattenfundament aus einzelnen Betonplatten dar, es ist einfach herzustellen und wesentlich preiswerter.

Wichtigste Entscheidungskriterien beim Kauf eines Gartenhauses sind die geplante Nutzung und der vorhandene Platz, denn danach richten sich Größe und Ausstattung des Objektes; außerdem sollte sich die Ausführung (Dachform, Material) harmonisch in die direkte Umgebung einfügen. Entscheidend ist natürlich auch die Qualität, um frühe Nachbesserungen und Reparaturen zu vermeiden. Vor der endgültigen Kaufentscheidung müssen noch Punkte wie Anlieferung, Liefertermin, Montageanleitung und Garantie geklärt werden, danach braucht man nur noch eine Sache – gutes Wetter beim Aufbau.

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